Wertpapierfonds - Anlagestrategie

Eine Anlagestrategie für das Sparen mit Fonds

Hinweis: Der nachfolgende Text gibt die Meinung des Autors wider. Andere Auffassungen können abweichen und müssen deshalb weder eher falsch noch eher richtig sein als die hier geäußerte.
Die Investition in Fonds sollte in den meisten Fällen vor dem Hintergrund einer mittel- bis langfristigen Anlagestrategie erfolgen. Zu beachten ist, dass Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge sowie eventuell sonstige während des Halten des Fonds anfallende Aufwendungen durch den Fonds erst einmal verdient werden müssen, bevor man die Gewinnzone erreicht.
Fonds eignen sich meist nicht für Anlagen, bei denen man zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Liquidität angewiesen ist, da man nicht weiß, wie sich der Fonds bis zu diesem Zeitpunkt entwickeln wird. Folgt man einer langfristigen Anlagestrategie, um beispielsweise seiner Altersvorsorge zu ergänzen, so kann man anfänglich in Fonds investieren,

die eine höhere Schwankungsbreite aufweisen, da man ausreichend Zeit hat, eine positive Entwicklung des Fonds abzuwarten. Je näher der Zeitpunkt rückt, zu dem man die Fondsanteile verkaufen möchte, umso mehr sollte man in Fonds umschichten, die eine sehr stabile Wertentwicklung aufweisen, was meist natürlich zu Lasten der Ertragschancen geht. Mit diesem Umschichten sollte man mehrere Jahre vor dem geplanten Auszahlungstermin beginnen. Im Ergebnis profitiert man bei der Vorgehensweise anfänglich von höheren Chancen bei höheren Risiken, während später der Sicherheitsaspekt stärker in den Vordergrund rückt.
Eine gute Möglichkeit des Sparens mit Fonds sind Sparpläne, bei denen jeden Monat Anteile an einem Fonds für einen bestimmten, vorher festgelegten Betrag gekauft werden. Ist der Wert des einzelnen Fondsanteils in einem Monat gerade relativ niedrig, erhält man etwas mehr Fondsanteile für seinen Sparbetrag. Hat sich der Fonds positiv entwickelt und ist daher der Preis eher höher, enthält man weniger Anteile. Hierdurch entsteht im Laufe der Zeit ein zusätzlicher nivellierender Effekt, da man aufgrund der höheren Anteile zu niedrigem Preis überproportional in der Zukunft von einer positiven Entwicklung profitiert und somit eventuelle schlechtere Entwicklungen in der Vergangenheit zumindest teilweise ausgleichen kann. Dieser Effekt wird "Cost-Average-Effekt" genannt.