Umsatzplan

Am schwierigsten zu prognostizieren sind sicherlich die zu erwartenden Umsätze. Versuchen Sie, möglichst viele Informationen über vergleichbare Unternehmen zu bekommen. Berücksichtigen Sie auch die von Ihnen geplanten Marketingmaßnahmen, die sich mit gewisser zeitlicher Verzögerung auf Ihre Umsätze auswirken sollten. Und vor allem: Schätzen Sie vorsichtig! Ein unerwartet hoher Umsatz ist sicherlich die angenehmere Überraschung als hinter den Erwartungen zurückbleibende Verkaufserfolge.

 

Liquiditätsplan

Überraschungen bei Zahlungsfähigkeit können teuer werden, ja sogar Ihr Unternehmen gefährden. Mit Hilfe eines verschaffen Sie sich Überblick über die zu erwartenden Ein- und Auszahlungen. Empfehlenswert ist eine Übersicht auf Monatsbasis, die für jeden Monat in der ersten Zeile den Anfangssaldo enthält. Erweitern um die voraussichtlichen

 

Ein- und Auszahlungen gelangt man durch Saldierung zum Monatsendsaldo, der gleichzeitig der Anfangssaldo des Folgemonats ist. Auch Einzahlungen aus der Valutierung von Krediten oder Steuererstattungen aus einem Umsatzsteuerguthaben gehören hierzu.

Die letztgenannten Einzahlungen sind vom Intervall abhängig, zu dem Sie Ihre Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Erfahrungsgemäß überweisen die Finanzbehörden Umsatzsteuerguthaben recht pünktlich. Bei der Liquiditätsplanung wird auch der Zusammenhang zwischen den bereits genannten Plänen deutlich, da beispielsweise eine sich ergebende Vorsteuerforderung  von den Zeitpunkten Ihrer Anschaffungen abhängig ist.

Sofern Fremdkapital benötigt wird, müssen natürlich die Aufwendungen für Zinsen und die Tilgungszahlungen ebenfalls in der Liquiditätsplanung Eingang finden.

 

Kalkulieren Sie vor allem die Zeitpunkte der Einzahlungen vorsichtig - die Zahlungsmoral hat sich in Deutschland in den letzten Jahren keineswegs positiv entwickelt.

Anhand der Monatsendsalden sehen Sie frühzeitig einen eventuellen Kapitalbedarf, der gegebenenfalls durch einen Kontokorrentkredit abgedeckt werden kann.