Planungsrechnung

Schon zu Beginn unserer Artikelserie sind wir auf die Notwendigkeit eines Unternehmenskonzeptes eingegangen. Einer der wesentlichen Bestandteile derartiger Konzepte sind Planungsrechnungen, die die Zukunft des jungen Unternehmens anhand von Daten und Zahlen abbilden. Natürlich ist es schwierig, die Zukunft richtig einzuschätzen. Dies gilt um so mehr, wenn - wie bei Neugründungen der Fall - noch keine Erfahrungswerte vorliegen. Es wäre aber zu einfach, sich auf diese Position zurückzuziehen.

Notwendig ist nach erfolgreicher Informationssammlung die Formulierung von Prämissen. Hierunter versteht man Annahmen, die in die Planungen einfließen. Bemühen Sie sich um eine möglichst realistische und gleichzeitig vorsichtige Einschätzung.

Auch Unvorhergesehenes läßt sich berücksichtigen, indem beispielsweise eine Position für unerwartete Ausgaben in die Planungsrechnungen einbezogen wird. Wichtig ist, daß Sie alles möglichst detailliert durchdenken. So gewinnen Sie Planungssicherheit und haben gleichzeitig Ihre eigenen (quantitativen) Ziele beschrieben.

Die aufgestellten Pläne werden mit der Realität abgeglichen und eventuelle Abweichungen analysiert. Aus dieser Abweichungsanalyse lassen sich wertvolle Erkenntnisse für das zukünftige Handeln ziehen.

Die Planungsrechnungen sollten außer den ersten Monaten mindestens ein komplettes Geschäftsjahr umfassen. Üblich sind auch mehrjährige Pläne, wobei mit zunehmend längerfristigen Zeithorizont der Detaillierungsgrad zurückgehen darf, da natürlich auch die Unwägbarkeiten zunehmen.